Fisker Ocean Verbrauch: Reichweite - Wie viel Realkilometer im Winter schafft ihr wirklich

  • 17 Kilowatt – das ist Fake News.😁

    Hm, dann seh ich in deinem Bild leider hauptsächlich, dass die Anzeige bei 3kWh und nur 20km ziemlich ungenau ist .

    Den Wissenschaftler würde man in deinem Experiment dafür gut bezahlen die gleiche Strecke in repräsentativer Länge bei gleichem Wetter, gleichem Akkustand usw... zu fahren. Ansonsten bleibt der Informationsgewinn zu meiner Abschätzung etwas eher im Thread bei einer Bestätigung des Trends.


    Ich verstehe auch den Punkt mit der Zusatzheizung nicht so wirklich.

    Man muss also statt alle 500km alle 400km laden. Oder lass es 350km sein.

    Bei wirklich kalten Temperaturen ist man folglich, wenn man gar nicht zu Hause läd, pro 1000km 1-2x öfter an ner Säule.

    Für zuhause ladende Pendler sinds ja irgendwie immer mehr als genug km mit dem Ohschn.


    Dafür wieder n Hybrid bauen, mehr für die Technik und mehr für den Service zahlen, mehr Ausfallwahrscheinlichkeit haben, wieder stinkige Zapfsäulen anfassen und sich demnächst drüber aufregen müssen (können, dürfen...), dass der Diesel teurer wird?


    Scheint mir n Konzept der deutschen Automobilhersteller von 2024 zu sein 8o

  • Aber natürlich interessiert mich Deine Meinung als Künstler! Und vielen Dank für die Aufklärung, der Begriff ideologisch-wissenschaftlich war mir tatsächlich noch nicht untergekommen. Abgesehn davon versteht vielleicht jeder etwas anderes darunter. Ja, es kommt vor, dass Studien nicht ergebnisoffen in Auftrag gegeben werden bzw. noch häufiger: unerwünschte Ergebnisse unter Verschluss gehalten oder ignoriert werden. Mir ist das Gott sei Dank noch nicht passiert.


    Thema ist ja Reichweite/Verbauch im Winter und das Unterthema ist Wärmepumpen, oder`? Und da hatte ich ja noch die beiden anderen Fragen gestellt: Was verstehst Du unter Wärmepumpentheorie? Und was ist an dieser Theorie in der Wirlichkeit genau umgekehrt? Damit man eine Diskussion sachlich fortführen kann, ist es wichtig zu wissen, was die Diskussionspartner mit ihren Aussagen genau meinen. Ich verstehe unter Wärmepumpentheorie wahrscheinlich etwas anderes als Du. Deshalb frage ich.

    Kurze Antwort :

    IMG_20260108_124549.jpg

    FOE, weißer Hai 🦈

    Oberflosse mit Solarzellen, Schwanz mit AHK, F3 ohne Shuppen OS-2.5 OV-LOOP-Vollprogramm:thumbup:ungeimpft, keine Garantie

  • Hallo FO_XXXIX

    3 kW auf 20.8 km steht es 15 km/100 km und das ist richtig


    Das, was du über 17 kWh auf 100 km geschrieben hast, dachte ich, hast du in der unteren rechten Ecke gelesen. Das ist der Gesamtverbrauch über die gesamte Historie dieses Autos. Und er ist falsch, deshalb habe ich „Fake“ geschrieben.

    Denn er erschien erst nach der Installation der Software 2.2.3.


    Wenn du dieses Thema besser verstehen möchtest, würde ich dir empfehlen, weiter oben nachzulesen, worum es hier geht. Es geht um eine zusätzliche Dieselheizung für Elektroautos, die besonders bei kaltem Wetter sehr sinnvoll ist.

    Dank der zusätzlichen Dieselheizung können wir mit nur einem Glas Heizöl mindestens ein Drittel weiter fahren.


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  • Hallo F#Car,


    deine kurze Antwort (das Bild) hat mir leider nicht meine Fragen beantwortet, aber egal.


    Ich wollte hier nur noch anmerken, dass eine zusätzliche Dieselheizung für Elektroautos im Winter nur für den Innenraum wahrscheinlich nicht ein Drittel mehr an Reichweite bringt. Große Teile des Mehrverbrauchs im Winter gehen auf die Erwärmung der Antriebsbatterie zurück bzw. die geringere Leistung der Antriebsbatterie bei tiefen Temperaturen. Ich sehe nicht, wie man die Antriebsbatterie mit einer Dieselheizung bedarfsgerecht erwärmen könnte.


    Auch die Ladegeschwindigkeit ist bei Minustemperaturen reduziert, der Akku kann sogar dauerhaft beschädigt werden, wenn man ihn bei kalten Temperaturen zu schnell auflädt. Das Batterie-Management-System verhindert dies. Das erklät auch, warum zur Zeit hier im Forum so viel über geringe Ladeleistungen geschrieben wird.

  • Um die Reichweite im Winter nicht noch zusätzlich durch die Erwärmung des Innenraums zu reduzieren, bauen die Hersteller bei fast alle E-Autos eine Sitz- und eine Lenkradheizung ein, manche eben auch eine Wärempumpe, weil die halt einfach effizienter (wenn auch träger) elektrische Energie in Wärme umwandelt als ein Heizdraht. Wenn das nicht so wäre, würde sich wohl kein Hersteller die Mühe machen, eine Wärmepumpe einzubauen.

  • Auch die Ladegeschwindigkeit ist bei Minustemperaturen reduziert, der Akku kann sogar dauerhaft beschädigt werden, wenn man ihn bei kalten Temperaturen zu schnell auflädt. Das Batterie-Management-System verhindert dies. Das erklät auch, warum zur Zeit hier im Forum so viel über geringe Ladeleistungen geschrieben wird.

    Vollkommen korrekt. Bei anderen Herstellern ist es offenbar so gelöst, dass es eine entsprechende Temperierung der Batterie gibt. Diese heizt dann den Akku entweder schon bei der Fahrt zur Ladesäule entsprechend vor (z.B. bei Tesla) oder nutzt die ersten paar kWh Strom aus der Ladesäule um den Akku nach dem Anstecken zu temperieren, damit dann mit höherer Geschwindigkeit geladen werden kann (ich meine unser ID.3 hat das so gemacht, kann aber auch ein anderer Hersteller gewesen sein).

    Zur Sache mit der Wärmepumpentheorie und dem Betrieb durch fossile Brennstoffe: es gibt einen Grund, warum sich, bis auf ganz wenige Ausnahmen, elektrisch betriebene Wärmepumpen aka Kühlschränke in weiten Teilen der Welt durchgesetzt haben. Ob jetzt die konkrete, im Ocean verbaute, Wärmepumpe gut geeignet ist um das Fahrzeug aufzuwärmen oder nicht, kann man durchaus diskutieren, aber deswegen das ganze physikalische Konzept dahinter als "Theorie" oder "Ideologie" abzustempeln ist nicht zeitgemäß.
    Fisker ist mit dem Problem nicht allein, bei den ersten ID.3 Varianten hat die verbaute Wärmepumpe ebenfalls keinerlei Verbrauchsvorteile gegenüber einer regulären elektrischen Heizung ergeben, dort haben sie später nachgearbeitet und sogar Geld an die Käuferinnen und Käufer zahlen müssen. Nextmove hatte das 2020 getestet und darüber berichtet:

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  • Ein Liter Diesel gibt beim Verbrennen 10 kwh Energie ab.


    Ein Kilo eines NMC Akku liefert circa 0,2 kwh (Ultra, Extreme, One)

    Ein Kilo eines LIFE Akku liefert circa 0,12 kwh (Sport)

    Ein Kilo eines zukünftigen Feststoffzellen Akku soll ca 0,4 kwh liefern.


    Der Energiedichtenvergleich ist eklatant und wir auch noch lange so bleiben.


    Eine dieselbetriebene Standheizung hat einen Wirkungsgrad von guten 90 Prozent.

    Es wäre also für die Hersteller durchaus sinnvoll, so etwas ab Werk einzubauen.


    Die Hochvolt und den Innenraum mit der Standheizung vor und auch im Betrieb zu heizen, würde die Reichweitenreduktion im Winter nahezu komplett beheben.

  • Das sind genau meine Gedanken. Ich denke, nach solchen Fakten sollten all diese „Wissenschaftler“ die Augen öffnen.

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    Oberflosse mit Solarzellen, Schwanz mit AHK, F3 ohne Shuppen OS-2.5 OV-LOOP-Vollprogramm:thumbup:ungeimpft, keine Garantie

  • Das Fahrzeug ist dann aber nicht mehr rein elektrisch. Das hat dann steuerliche Nachteile ? ?(

    Ocean Extreme Mariana , Intereur Mailibu , 22-Zoll F5aAirGlider , AHK , Produktion 06.12.2023 , Auslieferung 24.04.2024. Software: OS 2.6 , ICC APK 11.51 , PKC 20 , Freesker Pro. Autark durch eigene 4G Simkarte in der Android T-Box Ultra mit Android 15 auf dem ICC. :thumbup: 8)


    Meine Ocean Sammlung:

    https://drive.google.com/drive…bhoq2jl9KT6Vd1fSjQVOeuIBn

    Einmal editiert, zuletzt von mbloecker ()

  • Inwiefern trägt jetzt das "all diese „Wissenschaftler“ die Augen öffnen" zu einer sachlichen Diskussion bei? Hast Du nicht oben selber geschrieben, dass das hier nicht das Thema ist?


    Weil Du jetzt aber damit weitermachst sei mir erlaubt mal ein paar grundsätzliche Dinge klarzustellen:


    Das Beschimpfen von Wissenschaftlern, nur weil sie nicht im Handumdrehen alle Probleme lösen, ist nun wirklich nicht zielführend. Wer außer den Wissenschaftlern soll's denn sonst richten? Die Politiker? Die Verschwörungstheoretiker? Die Populisten? Nenn mir jemand, dem Du das ernsthaft zutraust.


    Glaub mir, die ernsthaften Wissenschaftler haben das alles auf dem Schirm, worüber hier geschrieben wurde, da muss man keinem die Augen öffnen. Nur sind halt manche technischen Probleme nicht so einfach und schnell zu lösen, wie es viele von uns gerne hätten, unter anderem auch, weil man von Seiten der Politik aus populistischen Gründen die wissenschaftlichen Fakten gerne ignoriert oder unliebsame Fakten leugnet.


    Ich gebe außerdem zu Bedenken, dass die E-Auto-Entwicklung halt noch relativ jung ist und intensiv erst mehr als 100 Jahre nach der Verbrennerentwicklung begonnen hat. Insofern sollte man ein heutiges E-Auto mal mit einem Verbrenner vom Anfang des 20. Jahrhunderts vergleichen.


    Übrigens: Ohne die Wissenschaft gäbe es das meiste worüber wir hier diskutieren gar nicht und wir könnten auch nicht über das Internet in Foren darüber diskutieren.