Ich bin zufällig auf Facebook auf eine interessante Meinung zu einem ähnlichen Thema gestoßen und möchte sie euch ganz neutral zur Betrachtung vorstellen. Es ist nicht meine eigene Meinung, daher bitte ich um Entschuldigung, falls es jemandem nicht gefällt, aber ich finde es sehr interessant:
Alexander M.
Ich möchte im folgenden etwas zum Thema PKC-Versionen und Updates durch die FOA und OV Loop schreiben – sowie zu dem Angebot, neue Hardware in die Fahrzeuge einzubauen, die weit mehr kann, als nur Apple CarPlay oder Android Auto bereitzustellen.
Ich beginne mit dem Service von OV Loop. Die Kundennähe, die hier gezeigt wird, hätte ich mir damals schon von Fisker gewünscht – aber das ist nun einmal Vergangenheit.
OV Loop bietet aktuell Softwareupdates auf Version 2.5 an, später folgt auch Version 2.6.
Update 2.5
In dieser Version wird lediglich auf die ICC die Software 50 aufgespielt. Liest man die Software mit Freesker aus, könnte man im ersten Moment denken, es sei etwas schiefgelaufen. Vergleicht man aber die Softwarenummern der Steuergeräte seit Version 2.1, erkennt man schnell, dass korrekt ausgelesen wurde.
Bei Update 2.5 werden keine Steuergeräte (außer der ICC) aktualisiert, eventuell jedoch einige neu codiert. Ob das tatsächlich so ist, habe ich bisher nicht verifiziert – es ist letztlich auch nicht entscheidend. Sollten Steuergeräte Änderungen bekommen haben, wäre es wichtig, diese nachvollziehen zu können. Ich gehe aber davon aus, dass lediglich bereits vorhandene Bausteine in den Steuergeräten genutzt und für neue Funktionen freigeschaltet werden.
Update 2.6
Was mit Version 2.6 wirklich kommt, bleibt eine spannende Überraschung.
Dass OV Loop bei einem Update die PKC-Version der FOA überschreibt, ist für mich völlig logisch – warum sollte ein Unternehmen auch für fremde Software haften?
Was ich dagegen nicht nachvollziehen kann: OV Loop schreibt, dass nur von ihnen autorisierte Partner an den Fahrzeugen arbeiten dürfen. Meiner Meinung nach entspricht diese Auslegung nicht dem europäischen Recht und ist für uns daher erstmal bedeutungslos.
Die FOA rollt aktuell die PKC-Version 21 aus. Aber was wurde da eigentlich gemacht?
Die FOA hat – genau wie OV Loop – die Schnittstellen zu anderen Steuergeräten im Fahrzeug genutzt und ihre Version darauf abgestimmt. Technisch unterscheidet sich diese Version kaum von der zukünftigen OV-Loop-Version 22.
Der entscheidende Unterschied: Die FOA hat andere Pfade für bestimmte internetbasierte Dienste gewählt. Das bedeutet, dass eure Fahrzeugdaten künftig auf einem bisher unbekannten Server verarbeitet werden.
Genau davor hatte Chad Sturgill in den US-Foren bereits gewarnt – und wurde von der FOA dafür scharf angegriffen. Aus meiner Sicht völlig zu Unrecht, aber leider typisch für die Vorgehensweise der FOA.
Die sensiblen Daten der Fahrzeuge sollen also künftig bei der FOA liegen, und dort wird beteuert, dass diese absolut sicher verwahrt werden. Aber: Selbst große Konzerne mit deutlich mehr Ressourcen haben Schwierigkeiten, solche Daten zuverlässig zu schützen – warum sollte also ausgerechnet FOA hier die perfekte Lösung gefunden haben?
Die FOA bietet zusätzlich einen Adapter an, der CarPlay und ähnliche Dienste ins Fahrzeug bringt. Dieser Adapter kann darüber hinaus direkt in den CAN-Bus eingebunden werden, um noch mehr Funktionen bereitzustellen.
Genau hier sehe ich größten Risiken:
Dieses Steuergerät ist nicht auf Kompatibilität und Sicherheit geprüft und kann auch nie nach aktuellen Standards geprüft werden da die Fisker Software nicht fertig ist.
Es sendet Signale auf den CAN-Bus, egal ob das Fahrzeug steht oder fährt.
Damit besteht die Gefahr, dass während der Fahrt plötzlich sicherheitsrelevante Tests (z. B. an Bremsanlage oder Lenkwinkelsensor) gestartet werden. Die Folgen kann sich jeder selbst vorstellen.
Hinzu kommt: Auch hier werden Daten extern gespeichert. Das bedeutet, dass euer Fahrzeug noch stärker als bisher von außen beeinträchtigt werden könnte.
Mein klarer Hinweis:
Lasst niemals während der Fahrt einen Dongle am OBD-Port eingesteckt oder bindet dauerhaft zusätzliche Geräte in den CAN-Bus ein. Ihr verliert dadurch nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Betriebserlaubnis eures Fahrzeugs!
Edit: Ich bin bei keiner der beiden Organisationen Kunde oder werde von einer der beiden bezahlt. Das wiedergegebene ist lediglich eine nüchterne Bewertung und Betrachtung.
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