Lieber F#Car,
darf ich fragen, was Du berufich machst? Nur weil etwas physikalisch "nur" eine Effizienz von 90% hat, heißt das nicht, dass es nicht wirtschaftlich ist. Sonst hätte es nie einen Verbrennungsmotor geben dürfen mit einer Effizienz von maximal 40%-45%, im Stadtverkehr/Stau sogar nur 20% und darunter, also im Durchschnitt nur 30-35%.
Das Speichern von billigem Strom (evtl. sogar zu Negativpreisen "gekauft"), den man zu einem anderen Zeitpunkt teuer verkaufen kann, also billig einkaufen und teuer verkaufen, ist doch das Paradebeispiel von Wirtschaftlichkeit.
Ich weiß sehr genau, dass der Elektromotor einen viel höheren Wirkungsgrad hat als der Verbrennungsmotor – darum geht es hier nicht. Es geht vielmehr darum, ob es sinnvoll ist, Elektrizität in einem solchen Maßstab zu erzeugen, dass sie irgendwo gespeichert werden muss – ob das wirtschaftlich ist und für wen.
Stellen wir uns vor, jeder hätte ein Elektroauto und alle würden Energie von einer Batterie in die andere übertragen: Würde das irgendjemandem nützen? Würde es Energie geben, die man billig einkaufen und später teuer verkaufen könnte?
Ich habe nichts gegen Solar- oder Windenergie, aber seien wir ehrlich: Für ein Industrieland ist das lächerlich. Diese Energie lässt sich in kleinen Mengen für den privaten Bedarf erzeugen, aber sie über hunderte Kilometer zu transportieren und zu speichern, bis sie gebraucht wird, macht keinen Sinn. Das gesamte „BiDi“-Konzept ist ein rein temporäres Phänomen, das sofort verschwindet, sobald normale, produktive Energiequellen verfügbar sind, die kontinuierlich Energie liefern.